24.03.2026
Willkommen zum zweiten Beitrag meiner „Wie schwer kanns sein?“-Reihe, die sich mit Dingen beschäftigt, die ich letztes Jahr gemacht habe, anstatt zu (Lohn-)arbeiten. Habe auch nur 2 Monate gebraucht, um das hier fortzusetzen. Stark.
In Teil 1 schrieb ich darüber, dass ich derzeit ein Buch schreibe.
Heute will ich mal ein bisschen mehr darüber erzählen, wie das eigentlich so mit meinen Podcasts (JA, MEHRZAHL!!!) so läuft. Denn ich hab letztes Jahr nicht nur einen, nein: ZWEI Podcasts gestartet. 😌✨
Podcast 1: zines.fm
Die Planungen für meinen Zine-Podcast starteten eigentlich schon 2024, aber online ging die erste Folge am 01.03.2025. Also ja, mein kleiner Zine-Podcast hat bald Geburtstag, hehe.
Das Logo hab ich selbst gemalt, weil zu Zines ja traditionell auch so ne crappy DIY-Ästhetik ganz gut passt und ich mich ja regelmäßig gern mal selbst überschätze, das haben wir ja schon öfter festgestellt.
Für die MUSIK, also das Intro, das Outro und kleinere coole Dinge wie Trenner und (hab ich erst lernen müssen das Wort) SOUNDSCAPES hab ich mir aber professionelle Hilfe geholt und bin sehr froh, dass mein Level an Delulu-ness noch nicht das Musikmachen erreichte. Daher hab ich Emanuel Fitz beauftragt und er hat mir den coolsten Sound überhaupt erstellt.
Manu hat auchn bisschen behind the scenes Material auf Instagram gezeigt:
Hier und hier und hier oder hier. Oder auch hier und hier.
Ich liebe das Intro so sehr. Und noch mehr den Fakt, dass es aus Papiergeräuschen besteht. Die Idee ist SO GUT!
Das Konzept vom zines.fm-Podcast
Ich habe ja mein zines.cool-Projekt, bei dem ich zum Beispiel Zinetauschaktionen organisiere und mit meinen Zines regelmäßig auf Zine-Events bin. Und irgendwie wollte ich noch mehr „für die deutsche Zineszene“ machen und ehrlich gesagt auchn neues Medium ausprobieren.
Auf Videos hatte ich nicht so richtig Bock, weil ich zu dem Zeitpunkt mit meinen jenni.works-YouTubevideos (RIP) schon so ausgelastet war und ich auch die Idee schön fand, dass man den Podcast BEIM selbst kreativ sein hören kann, ohne auf nen Bildschirm starren zu müssen. Denn, sind wir mal ehrlich: Das machen wir alle eh viel zu viel.
Überlegt hatte ich mir folgendes:
Klassische Interviewfolgen mit Zine-Menschen, die ich so kennengelernt hatte (oder durch die Interviews eben kennenlernen würde) und ein Format, bei dem Leute ihre eigenen Zines einsenden können, die dann in „Zine Screen, der Zine-Schau“ besprochen werden, quasi wie eine Buchbesprechung. Aber halt… mit Zines.
Und weil es ein Podcast über Zines ist, gibt es zu jeder Folge auch ein zusammenfassendes Zine zum kostenlosen Herunterladen.
Die Technik für den Podcast
Software
Da ich die meisten Folgen online aufnehme und selten zu den Leuten reise, brauche ich also ein Online-Aufnahmetool dafür.
Aktuell nutze ich Riverside, aber die integrierten Schnitt-Tools und ganzen Firlefanz-Funktionen taugen mir GAR NICHTS, sodass ich mich gerade frage, ob ich nicht woanders hin wechseln soll. Denn für „nur aufnehmen“ sind 29 $ im Monat für ein Spaßprojekt schon irgendwie teuer. Falls da wer Tipps hat: Gern her damit! Habe mich nun mal Zencastr angemeldet, weil das in der Free Version schon alles hat, was ich so brauche. Wir werden sehen.
Wie gesagt: Man KÖNNTE in Riverside schneiden, aber damit komme ich null zurecht. Ich schneide den Podcast deshalb in Adobe Premiere. Ja, das ist EIGENTLICH ein Videoschnittprogramm, aber damit bin ich am schnellsten und es reicht wunderbar für meine Zwecke aus. Höre jetzt Audioprofis die Hände über dem Kopf zusammenschlagen aber NUNJA ich machs mir halt so einfach wie möglich. Hab auch mal Adobe Audition versucht, das Tool von Adobe, das EXTRA FÜR SOWAS GEMACHT IST, aber das ist so fucking kompliziert, dafür brauchste ein ganzes Studium und dafür ist mir meine Lebenszeit absolut zu schade. Daher: Premiere it is.
Hardware
Das Mikrofon, das wichtigste für einen Podcast!
Ich habe an meinem Rechner (ja, ich hab kein fancy Macbook, ich hab einen super fancy Gaming-Rechner) das Elgato Wave:3 Mikrofon und nutze das nicht nur für fast all meine Videocalls, sondern auch für meine Podcastaufnahmen. Ich bin sehr zufrieden damit.
(Und schaut wie süß das kleine Gesichtchen aussieht)
Und dann hab ich natürlich auch Kopfhörer, die wechseln aber regelmäßig. Aktuell hab ich die Sennheiser HD 560S.
Der Podcast-Hoster
Ich hoste meine Podcasts bei podcaster.de. Die Benutzeroberfläche ist einfach zu bedienen, ich bezahle 10 € im Monat für das Profi-Paket (mit einem einzigen Podcast könnte für dich aber schon das 5 €-Paket reichen) und immer, wenn ich den Support mal kontaktieren musste, bekam ich schnell ne Antwort. Würde podcaster.de daher immer wieder wählen, wenn ich starten müsste.
Der Zeitaufwand
Eine Folge zines.fm geht immer so irgendwas zwischen 45 und 75 Minuten. Ich rechne pro Aufnahme immer mit 1,5 Stunden Aufnahmezeit, dann hat man immer nochn bisschen Zeit für vorgeplänkel und Technik Check.
Für den Schnitt brauche ich zwischen 1,5 und 2,5 Stunden pro Folge. Ich hab letztens zum ersten Mal eine Folge gehabt, in denen insgesamt 5 Personen gesprochen haben und das hat den Schnittaufwand natürlich erheblich erhöht. 😵💫 Aber das ist nicht die Regel.
Für das Zine, das es zu jeder Folge gibt, habe ich schon ein Template, das ich dann immer anpasse. Da muss ich also nicht von Null anfangen. Das dauert meistens nicht länger als eine Stunde.
Für die Shownotes geb ich mir seit einiger Zeit etwas mehr Mühe als früher, deshalb geht dafür meistens nochmal ne Stunde drauf. Damit es ein bisschen schneller geht, mach ich mir beim Schnitt schon immer Notizen, was im Gespräch so gesagt wurde und was Highlights sein könnten.
Der Upload geht schnell, aber ich leg ja immer auch noch eine Unterseite auf meiner zines.cool-Website an, damit die Leute da auch das Zine finden und anschauen können. Das dauert insgesamt so 20 Minuten.
→ Macht also pro Folge einen Zeitaufwand von 5-6 Stunden
Podcast Funfact zu zines.fm
Zum Thema „Analytics“ könnte ich wahrscheinlich nochmal nen ganz eigenen Beitrag machen, aber was ich erst gelernt habe ist, dass ich auf Podcaster.de zwar kumuliert alle Abrufzahlen der verschiedenen Podcastplattformen (also Apple Podcast, YouTube, RSS, Deezer, whatever) sehen kann, Spotify aber ein ganz besonderes Früchtchen ist und eigene Analytics hat. NUNJA.
Jedenfalls: Obwohl Spotify ja mit Abstand der beliebteste Podcastanbieter in Deutschland ist, hab ich mit dem zines-Podcast vergleichsweise wenige Aufrufe. Die meisten Leute hören den Podcast über Apple Podcast. Spotify ist da richtig weit abgeschlagen.
Ganz anders ist das bei meinem zweiten Podcast. (WAS EINE ÜBERLEITUNG!)
Podcast 2: Plottwist Therapy
Plottwist Therapy ist ein Podcast über die Empyrean Reihe von Rebecca Yarros. Also Fourth Wing, Iron Flame und, der aktuellste Teil, Onyx Storm. Ich bin ganz leicht ✨obsessed✨ mit der Reihe und Teil 3 hat so viel offen gelassen, dass ich mich seit dem Erscheinen vor über einem Jahr mit all den Theorien und Möglichkeiten beschäftige, wie es weitergehen könnte.
Und weil es meiner Freundin Kathrin genauso ging, haben wir uns den gemeinsamen Podcast überlegt.
Die erste Folge ging am 04.05.2025 online. Wir wollten es unbedingt als Videopodcast machen, weil wir beide eher YouTube- als Podcast-Personen sind. Wir haben unsere Videos erst nur auf YouTube hochgeladen, und haben uns dann später erst auch auf alle weiteren reinen Podcast-Plattformen ausgebreitet.
Außerdem haben wir uns zu Folge 5 auch ein ordentliches Intro gegönnt, natürlich wieder made by Manu!
Das Konzept vom Plottwist Therapy-Podcast
Wir stellen jede Folge unter ein Thema oder einen Aspekt der Buchreihe. Dazu recherchieren wir dann im GESAMTEN Internet nach Fan-Theorien oder spinnen unsere eigenen.
Wir wechseln uns in der Moderation immer ab, bedeutet also, dass wir uns immer abwechselnd die Theorien vorstellen, und die andere dann darauf reagieren muss.
Zu Special-Folgen kostümieren wir uns sogar, so als ehemalige Cosplayerinnen. Das macht immer besonders viel Spaß, haha!
Ich denke, es kann sich nur um wenige Tage handeln, bis wir von Rebecca Yarros für die bald anstehende Verfilmung angefragt werden. (Wir können alle Rollen spielen)
Das Plottwist Therapy-Bewertungssystem
Alle Theorien werden dann jeweils von uns beiden bewertet. Dafür haben wir auch ein ganz tolles Whiteboard:
⭐⭐⭐ Sterne: Die Sterne stehen dafür, für wie wahrscheinlich wir eine Theorie halten. Von 1-3 Sternen. 1 Stern bedeutet, dass wir die Theorie für sehr unwahrscheinlich halten. 3 Sterne hingegen, dass wir fest dran glauben.
♥️♥️♥️ Herzen: Die Herzen geben an, wie sehr wir uns eine Theorie wünschen. Wieder von 1-3 Herzen, wobei 1 Herz für „wollen wir NICHT“ steht und 3 Herzen für „das wollen wir wirklich SEHR“.
Die Technik für den Podcast
Software
Wir nehmen gemeinsam vor Ort auf, daher brauch ich nicht wie bei zines.fm irgendein online Tool. Ich hätte zwar eigentlich Adobe Audition, aber wtf wie kompliziert kann was sein? Deshalb nutze ich für die Aufnahme das gute, alte Audacity. Lol
Geschnitten wird der Spaß dann aber in Adobe Premiere, wie auch zines.fm. Nur, dass es hier halt SINN ergibt, weils hier ja um Video geht, haha. Nun.
Hardware
Die Hardware hier ist etwas komplizierter. Na klar.
Erstmal der Audio-Teil:
Als Mikros verwenden wir zwei „t.bone MB 7 Beta“ zusammen mit zwei „sssnake SK233-1,5 XLR Patch“ und dem „Focusrite Scarlett 2i2 4th Generation“ Audiointerface. Unsere Kopfhörer sind die „t.bone HD 200“, auf die ich frech zwei Drachenaufkleber geklebt hab, damit es zum Podcast passt, hehe. Ach, und als Mikrofon-Stative hab ich zwei „Samson MD5 Mikrofon Tischstativ„.
Der Video-Teil:
Unsere Hauptkamera ist eine Fujifilm X100VI. Mit der Bildqualität bin ich sehr zufrieden, allerdings haben wir oft das Problem mit Überhitzung. Das nervt ziemlich, aber ich hab noch keine Lösung gefunden. Damit wenigstens der Akku kein Problem ist, hab ich einen Stromadapter (findet ihr, wenn ihr nach „Gonine NP-W126 NP-W126S Stromadapter CP-W126 DC Koppler Kit“ sucht.
Als Zweit- und Drittkamera nutzen wir unsere iPhones. Das sind dann die Kameras, die jeweils einzeln auf uns gerichtet sind.
Für alle drei Kameras gibt es natürlich Stative, aber das sind alles keine besonderen, daher nicht erwähnenswert.
Licht brauchen wir auch! Ich hab vor JAHREN mal ein Lichtset gekauft, das aus zwei dimmbaren Fotolichtern mit Softboxen und Stativen besteht. Absolutes Noname-Produkt, aber tut seinen Dienst.
Einen kleinen externen Monitor für die Hauptkamera habe ich auch noch. Der heißt „TARION Kamera Monitor DSLR Field Monitor“, damit wir immer abchecken können, dass wir auch im Bild sind.
Podcamp 2025So sieht der Aufbau so ca. aus. (Darstellung ist aus dem kleinen Vortrag, den Kato und ich letztes Jahr auf dem Podcamp zum Thema Videopodcasting gehalten haben, hehe).
Mit allen drei Kameras sieht das dann so aus. Das hier ist ein Screenshot aus einem unserer Outtakes-Reels. Wir schneiden aus jeder Folge die Outtakes möglichst lustig zusammen und laden die dann auf Insta und als YouTube Shorts hoch.
Könnte man noch mehr machen? Ja. Naja. Mehr geht immer.
Der Zeitaufwand
Okay nun. Hear me out. Es ist… Insane. Aber wir haben so einen unheimlichen SPASS an der Sache, daher ist es uns das absolut wert.
Aber der Zeitaufwand? EXTREM HOCH:
- Recherche: Jedes Thema muss gut recherchiert werden. Also Reddit, Insta, TikTok und natürlich das eigene Hirn und die Bücher durchforsten. Zwischen 2 und 6 Stunden ist alles dabei.
- Dreh: Wir drehen immer zwei Folgen am Stück. Damit sich der ganze Aufbau lohnt. Einmal haben wir 3 Folgen am Stück gedreht, aber das fanden wir beide viel zu anstrengend. Daher ist 2 das Maximum. Inklusive Aufbau und Pausen (zum Abkühlen lassen der Kamera) brauchen wir dafür immer so 6 Stunden, also 3 Stunden pro Folge ca.
- Schnitt: Das ist mein Part. Die Folgen gehen immer so um die Stunde, für den Schnitt brauche ich immer rund 3 Stunden. Die erste Folge brauchte 12, FRAGT NICHT!!! Aber inzwischen hab ich mir ganz gute Templates gebaut und hab ne gewisse Routine, das macht einiges schneller.
- Outtakes: Outtakes brauchen meistens leider auch noch eine Stunde, vor allem, weil ich die Untertitel händisch mache, weil keine KI dieser Welt mit meiner Aussprache und all den Fantasy-Wörtern klarkommt, die wir nutzen.
- Texte und Grafiken: Die Beschreibungstexte für YouTube, Insta und Podcast Shownotes gehen meistens fix, weil ich mir im Schnitt schon Notizen mache, was man „besonderes“ zur Folge sagen könnte. Für alle benötigten Grafiken hab ich mir Templates gebaut, da muss immer nur Schrit und Bild ausgetauscht werden. Im Schnitt dauert das 30 Minuten.
- Upload: Wir laden an 3 Stellen hoch. Die gute Nachricht aber? Das geht schnell und dauert vielleicht so 15 Minuten.
- 1. Das Video auf YouTube
- 2. Die Audiodatei auf podcaster.de
- 3. Das Video auf Spotify (das nervt übelst und kann immer erst nach Veröffentlichung passieren, ich hoffe echt, dass sich das mal ändert)
Macht alles in allem zwischen 11 und 12 Stunden Arbeit pro Folge. Mir wird ein bisschen anders dabei, haha! (ABER EGAL, ES MACHT FUN!!!)
Podcast Funfact zu Plottwist Therapy
Uns ist sehr bewusst, dass unser kleiner Podcast ne Nische in ner Nische ist. Denn er ist nur was für Leute, die:
- die Empyrean Reihe kennen und mögen
- den dritten Band schon gelesen haben
- Bock auf unbestätigte (und teils sehr weit hergeholte) Theorien haben
Nun. Aber wir haben es uns selbst ausgesucht. Deshalb ist es nicht sehr überraschend, dass die Aufrufzahlen so winzig sind. Im Gegensatz zu zines.fm haben wir mit Plottwist Therapy allerdings unsere meiste Hörerinnenschaft auf Spotify.
Und was mich da krass überraschte: Auf Spotify schauen 60-80 % die Videoversion, statt sich nur das Audio anzuhören. Als wir Ende 2025 unser supercooles erstes „Spotify Wrapped“ bekommen haben, stand da sogar, dass wir zu den Top 15 % der Videos auf Spotify gehörten? HÄ? Wie geht das bei unseren niedrigen dreistelligen Abrufzahlen?
Also entweder schaut sonst wirklich NIEMAND sonst Videopodcast oder irgendwas geht da nicht mit rechten Dingen zu.
Merke gerade, dass das gar nicht mal son funny Funfact war, aber mehr fällt mir gerade nicht ein.
Vielleicht noch was zum aktuellen Stand:
Wir hatten für die erste Staffel 20 Themen aka. 20 Folgen geplant und waren so naiv, dass wir angenommen haben, dass es bis dahin ja sicher News zum vierten Band geben würde. GAB ES ABER NICHT!
Rebecca Yarros hat gerade erst mit dem Schreiben des nächsten Bandes begonnen. Vor 2027 wirds da also nix geben. Aber wir wollen trotzdem weitermachen und nach einer kurzen Pause geht es ab dem 04.05.2026 weiter mit Staffel 2. Denn wir haben noch immer nicht genug und noch viele weitere Ideen und Theorien, die wir besprechen wollen. Müssen. Wie auch immer.
Jajaja, Podcasts also
Nun wisst ihr alles über meine beiden Podcast-Projekte, die (wenn ich mir das so anschaue) ganz schön unterschiedlich sind. Vielleicht sind die beiden deshalb so ne gute Ergänzung und funktionieren für mich so gut als Sidequests.
Ich freu mich jedenfalls sehr darauf, sowohl zines.fm als auch Plottwist Therapy fortzuführen und FALLS ihr mal reinhört, dann nehmt euch doch mal 30 Sekunden und gebt ne Bewertung ab. Das hilft mir nämlich sehr, sehr, sehr und kostet nix.
Danke! ♥️
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