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Shady Verkaufstaktiken auf Instagram

Ganz aktuell wird mir wieder besonders viel Bullshit in den Instagram Feed gespült. Ads, die irgendeinen Kurs oder ein Coaching verkaufen und mir für nen schnellen Kaufabschluss ein schlechtes Gewissen einreden wollen: „Bist du es dir nicht wert?“ oder „WILLST DU DEIN BUSINESS DENN NICHT AUFS NÄCHSTE LEVEL BRINGEN?“. Uff. Ich reagiere auf solche Aussagen super allergisch. Ja, ich könnte auch einfach alles wegblocken, aber wozu hab ich einen Blog, auf dem ich auch ein bisschen unkontrolliert abranten kann? Okay, lets go.

Woran erkennt man, dass jemand bald nen Kurs oder Coaching auf Instagram launcht?

„STORY TIME: Damals, als ich tausende von Euro in mich und mein Business investiert habe… Ich hab mich kaum getraut, musste mein letztes Geld zusammenkratzen, ABER DAS WAR ES SO WERT <3“ Fast forward zwei Wochen später: „Hier mein Coachingkurs für nur 1997 €. Buch jetzt, du bist es dir doch wert, oder?“

 

Uff, einfach nur uff. Eklig. Leute, die lang und breit erzählen, wie viel Geld sie schon in sich selbst und ihr Business investiert haben und dass sie ja genau wie ich erst darüber nachgegrübelt haben, sich dann aber doch dazu durchgerungen haben – und die einzige Frage, die noch offen ist: „Warum hab ich das nicht schon viel früher gemacht?“ 🥰

 

Klar. Kennt man. Normal.

 Maggie Patterson hat kürzlich eine Umfrage in ihrer Small Business Boss-Community gemacht, die genau solche Erfahrungen abfragt. Einige Ergebnisse kannst du im hier verlinkten Instagrampost sehen.

 

Besonders spannend: Die drei meistgenannten Gründe, warum man sich auf solche Investments eingelassen hat:

 

  • Die versprochene Community und Connections
  • Fear of Missing out
  • Große Versprechungen zu Umsätzen und generell MONEYYY („Du musst in dich investieren, um Geld zu verdienen!“)
 

Mehr Ergebnisse ihrer Umfrage findest du auch hier in ihrem Blogpost.

Meine Taktik gegen shady Sales-Taktiken

Klar, es gibt nicht nur shitty Möchtegern-Coaches da draußen. Und dass gute Coachings und tolle Kurse auch eine ganze Stange Geld kosten dürfen, will ich der Coaching-Bubble gar nicht absprechen. Ich hab auch schon viel Geld in klasse Kurse gesteckt – und auch schon richtig viel Geld in richtig viel Bullshit. Teures Lehrgeld, aber gut, ab jetzt schau ich genauer hin, wer mir was verkaufen will.

 

Und wer sich von den, in meinen Augen shady, Verkaufstaktiken angesprochen fühlt und endlich in sich und sein Business investieren will, um sich aufs nächste Umsatzlevel zu pushen, der soll das bitte tun.

 

Ich hab da einfach keinen Bock mehr drauf und hab mir eine „Anti-Bullshit-Fragen-Liste“ angelegt, die ich vor den nächsten Käufen durchgehe, damit ich mich nicht nochmal so schnell verführen lasse:

  • Mit was verdient die Person, die mir da gerade etwas verkaufen will, ihr Geld? Hat sie selbst ein “ echtes Business“ oder verkauft sie einfach nur Onlinekurse/eBooks? Weiß sie, wovon sie spricht (und ist sie up to date?)
  • Was erhoffe ich mir von dem Kurs/dem Coaching? Ist das ein realistisches Ziel?
  • Löst dieser Kurs/dieses Coaching ein echtes Problem, das ich gerade habe, oder wird mir hier ein Problem aufgeschwatzt und die Lösung teuer verkauft?
  • Werden realistische Versprechungen gemacht oder utopische 10x-Ergebnisse als Testimonials präsentiert?
  • Hab ich Zeit für einen weiteren Kurs/ ein Coaching?
  • Ist mir der*die Verkäufer:in sympathisch?
  • Kann ich mir den Kurs/das Coaching leisten? (Ohne, dass es mir sehr weh tut)

Wenn ich all diese Fragen mit „ja“ beantworten kann, dann kaufe ich das Ding vielleicht. Vielleicht hilft es auch schon, wenn wir anfangen, all die wunderbaren Kurse etc. nicht immer als ✨ INVESTMENT IN UNS SELBST✨ zu sehen, sondern ganz nüchtern als stinknormale Betriebsausgabe. Bisschen weniger den Bullshit glauben, der auf Instagram so oft verbreitet wird.

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