Essentialismus (Greg McKeown)

Essentialismus – Die konsequente Suche nach Weniger. Ein neuer Minimalismus erobert die Welt.

 

Das ist der volle Titel dieses wunderbaren Buches. Zuerst hab ich es irgendwann Anfang 2019 gelesen und es seitdem immer mal wieder hervorgeholt. Und auch jetzt, während ich diesen Blogpost hier schreibe, bekomme ich direkt wieder Lust, mal wieder reinzulesen. Aber vorher gibts noch eine kleine Zusammenfassung von mir hier:

Essentialismus: Manchmal ist das, was du nicht tust, genauso wichtig wie das, was du tust.

Essentialismus von Greg McKeown

Das Buch in einem Satz zusammengefasst: Weniger, aber besser.

 

Weil wir in einer Zeit Leben, in der alles möglich scheint, ist es manchmal schwer zu verstehen, dass wir aber nicht alles tun können.

„Das undisziplinierte Streben nach mehr“ nennt es das Buch. Je mehr Entscheidungen wir treffen müssen, desto mehr nimmt die Qualität unserer Entscheidungen ab. „Decision Fatigue“ oder auf deutsch „Entscheidungsmüdiglkeit“ nennt sich dieses Phänomen. Entscheidungen zu treffen, kostet Zeit und Energie. 

 

Die Denkweise eines Essentialisten

Folgende Grundannahmen werden getroffen:

 

  1. Du hast die Wahl, worauf du deine Energie und Zeit verwenden willst.
  2. Fast alles ist unwichtig, nur sehr wenige Dinge sind wirklich wertvoll.
  3. Kompromisse sind notwendig: Wir können nicht alles haben oder alles tun.

 

Die im Buch beschriebene Methode, wie ein Essentialist zu denken, setzt sich dann aus drei Schritten zusammen:

1. Schritt: Erforschen.
Unterscheide die belanglosen von den wesentlichen Dingen. (Tue die richtige Sache aus dem richtigen Grund zur richtigen Zeit, EASY! lel)

 

2. Schritt: Eliminieren.

Schalte die belanglosen Dinge aus. Sage bewusst nein.

 

3. Schritt: Ausführen.

Beseitige die Hindernisse. Schaffe Systeme, die dir die Ausführung so einfach wie möglich machen.

Essentialismus von Greg McKeown
Beim Essentialismus geht es nicht darum, wie man mehr Dinge erledigen kann, sondern darum, wie man die richtigen Dinge getan bekommt. Er bedeutet ebenso wenig, einfach nur weniger zu tun, weil weniger schon ausreichend ist. Es geht darum, unsere Zeit und Energie so klug wie möglich zu investieren, um unseren größtmöglichen Beitrag zu leisten, indem wir nur genau das tun, was wirklich wesentlich ist.

Greg McKeown, der Autor des Buches, war übrigens auch mal im Interview bei Matt D’Avella zu Gast, das du dir hier als Video oder hier als Podcast anhören kannst.

 

Hier in der Übersicht die im Buch beschriebene Unterscheidung zwischen Nicht-Essentialist und Essentialist.

Nicht-Essentialist

Denkt:

  • „Ich habe keine Wahl. Es muss sein.“
  • „Alles ist wichtig.“
  • „Wie kann ich das alles schaffen?“

Tut:

  • reagiert (auf Druck)
  • sagt zu allem „ja“
  •  arbeitet ab

Bekommt:

  • lädt sich zu viel Arbeit auf und die Arbeit leidet
  • hat das Gefühl, keine Kontrolle zu haben
  • ist unsicher in den eigenen Entscheidungen

Essentialist

Denkt:

  • „Ich habe mich für diese Sache entschieden.“
  • „Nur wenige Dinge sind wirklich wichtig.“
  • „Welche Kompromisse gibt es?“

Tut:

  • entscheidet, was wirklich wichtig ist
  • sagt klar „nein“, wenn es nicht klar „ja“ ist
  • räumt erst die größten Hindernisse aus dem Weg

Bekommt:

  • wählt sorgfältig aus, um gute Arbeit leisten zu können
  • erledigt die wichtigen Dinge (zuerst)
  •  entwickelt Routinen

Ist weniger immer besser?

Ich habe „Essentialismus“ von Greg McKeown zum ersten Mal gelesen, als ich mich mit der Frage beschäftigt habe, ob ich meinen DIY Blog KuneCoco einstellen oder weitermachen soll.

 

Spoiler: Eine konkrete Antwort auf diese Frage konnte mir das Buch nicht geben, dafür hat es ganz andere Fragen und Denkprozesse in mir ausgelöst.

 

  • Was ist mir denn eigentlich wichtig?
  • Ist Multitasking eigentlich so cool wie es klingt?
  • Sage ich zu oft ja zu Dingen? (ja) 

„Essentialismus“ ist definitiv zu einem meiner liebsten Business/Self help-Bücher geworden, in dem ich immer mal wieder stöbere, wenn ich mich wieder ein bisschen auf die wesentlichen Dinge fokussieren muss. Auch wenn die eigenen Ideen und Möglichkeiten unendlich sind: Unsere Zeit ist es leider nicht. Und oftmals stimmt das Prinzip „fewer things done better“ leider sehr.

#JENNIWORKS